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Jagen in Afrika – was für ein Kontinent!

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Nirgendwo habe ich mehr Freiheit gespürt, bin durch tiefere emotionale Täler und kaum beschreibbare Höhen auf der Jagd gegangen. Nirgendwo waren die Erlebnisse spannender, intensiver.

 

Im dichten Regenwald Kameruns hinter einem Bongo herzuschleichen oder in drückender Hitze der Savanne einem Riesen-Eland mit langen Schritten zu folgen, im dichten Busch Namibias einem alten Oryxbullen nachzustellen oder in den offenen Weiten des Damaralandes einem Springbock.
Einen alten Kudu vorsichtig anzupirschen, dessen wuchtige Spiralhörner immer mal wieder kurz im letzten Schein der untergehenden Sonne aufblitzen.
Sich auf der Fährte an Büffel heranzuarbeiten, bis man den ersten schweren Leib erkennt und den Anblick in sich aufsaugt.
Bis auf wenige Meter an gigantische Elefantenbullen im Buschmannland heranzulaufen, sodass das Herz schlägt, als sei die Brust zu klein …

Als zeitweiliger Gast, der seine Freizeit in Afrika verbringt, entsprechend umsorgt und im Tunnelblick der Jagd, vergisst man manchmal, dass man sich auf einem Kontinent bewegt, dessen Völker teilweise sehr arm sind, wo das Dasein rau und hart erkämpft ist.
Wo Leben und Tod oft nah beieinanderliegen, die Aids-Rate hoch und die Lebenserwartung erschreckend niedrig ist.
Wo Tiere von der Urbevölkerung nicht sentimental verklärt werden, sondern eine tödliche Gefahr oder einfach Proteinlieferant sind. Oft bin ich auf dem Weg ins Jagdgebiet durch weite Landstriche gefahren, wo nicht gejagt wurde, wo keine kontrollierte Trophäenjagd stattfand. Und fast immer waren diese Gegenden wildleer.

Hunger ist stärker als Sentimentalität. Doch die nachhaltige Jagd steht im Focus der Kritik, ihre Zukunft erscheint ungewiss.
Dabei sind die Argumente gegen die Jagd fast nie sachlich begründet, sondern ideologisch motiviert.
Wird es in fünf, zehn oder zwanzig Jahren noch Löwen- und Elefantenjagden geben? Wie die Jagd in einigen Jahrzehnten aussehen wird, kann ich nicht einschätzen.

Aber ohne nachhaltige Jagd wird es, abgesehen von privaten Farmen und wenigen, Touristen anlockenden Nationalparks, sehr leer in Afrikas Wildbahnen werden.

Steuern wir mit ordentlicher Jagd dagegen.

 

Afrika-Was-für-ein-Kontinent

Bernd Kamphuis
Chefredakteur Jagdzeit

Jagdzeit, Thermenband Afrika

Jagdzeit AG

Jagdzeit International Das Buchjournal mit den schönsten Seiten der Jagd www.jagdzeit.com

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